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Die Leichtigkeit des Seins… im eigenen Garten!

Am Freitag war es so weit: Ich war mit dem Auto bei Tante Inge. Eine gefühlte Ewigkeit haben wir uns nicht gesehen und seit ihrem Oberschenkelhalsbruch konnten wir auch nicht wirklich was machen. Das wollte ich nun ändern und es wurde ein Freundinnen-Tag, so schön, dass er mich immer noch rührt…

Gestartet sind wir mit einem Mittagessen an der Elbe in einem Restaurant, in dem sie seit 2 Jahren nicht war. Tante Inge hat zum ersten Mal Zucchini, Aubergine und Kartoffel-“Wedges” gegessen und es lecker gefunden. Dann gab es den ersten kurzen Elbe-Spaziergang mit Rollator seit ihrem Bruch und anschließend habe ich sie mit einem Rotkäppchen-Kaffee-Kuchen Picknick im Garten verwöhnt… Wir haben über Kompressionsstrümpfe geschimpft (ich trage wegen einer eigenen OP grade selbst welche :-)), über Vergänglichkeit von Liebe philosophiert, uns gefragt, wer wohl schlimmer ist – Merkel oder Putin – und mit nackten Füssen auf dem Rasen einfach nur das Leben gespürt.

Ich lüge nicht, wenn ich sage: Freundschaft kennt kein Alter. Tante Inge ist einfach soooo cool, dass ich hoffentlich noch einige so tolle Tage mit ihr verbringen kann. Als nächstes mache ich ihr den Garten fit. Das ist beschlossene Sache und da frage ich sie auch vorher nicht. Denn eins habe ich gelernt: Die ältere Generation nimmt Hilfe nicht an, wenn man sie anbietet – aber sie geniesst sie, wenn man es einfach macht „smile“-Emoticon Gestern sagte sie am Telefon “Ach ich wünschte ich könnte heute wieder im Garten meinen Kaffee trinken”.

Also Ihr da draussen: Es gibt so viel, was wir machen können um mit kleinsten Dingen die Lebensqualität anderer zu erhalten. Fangen wir heute damit an!



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