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Einfach mal ins Pflegeheim gehen….

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Am Freitag war es endlich soweit: Ich hatte ein Gespräch mit einer Angestellten der Stiftung Anscharhöhe in Hamburg – ein Sozialer Träger, der u.a. auch Senioreneinrichtungen anbietet. Ich wollte zwei Sachen von ihr als Expertin wissen: 1) Wie findet sie unsere Idee von Tante Inge? Und 2) Wie kann ich Kontakt zu einem alten, einsamen Menschen herstellen, der vielleicht noch den einen oder anderen Wunsch hat…

Ich habe Frau S. erst einmal von unserer Grundidee der Initiative “Tante Inge” erzählt. Sie war sehr angetan von Tante Inge, sieht viel Potenzial, hat aber auch schnell gesagt, dass z.B. das Aufstellen einer Wunschbox, was ich mir hätte sehr gut vorstellen können, nicht so einfach funktioniert. Hier sind die Sicherheitsaspekte einfach wichtig: Vertrauen, Führungszeugnis etc. Alte Menschen sind eine sensible Zielgruppe und Ihr als Einrichtungsvertreterin ist das natürlich wichtiger als jede kreative Projektidee.

In der Stiftung Anscharhöhe gibt es bereits 27 Freiwillige, die das Pflegeheim unterstützen und mit den BewohnerInnnen die Freizeit gestalten. Hierbei geht es um Ausflüge, Kaffeerunden und Zuhören. Meist sind es die einfachen Dinge, die die BewohnerInnen glücklich machen und meistens sind es Angebote, bei denen gleich mehrere Senioren teilnehmen. Aber wo kann ich ansetzen? Wie kann ich mein Anliegen, einen einsamen Menschen ersntznehmen, einbringen?

So: Ich bekomme in den nächsten Wochen die Möglichkeit einen / eine BewohnerIn aus dem Pflegeheim näher kennenzulernen, um mich mit dieser Person auszutauschen. Über Ihr Leben. Über mein Leben. Über Bedürfnisse und Wünsche, über Gedanken und Gefühle, über das Leben als älterer Mensch in einer Einrichtung. Und wer weiß, welche Wünsche diese Person noch hat? Welche realisierbar sind? Und was wir mit unserer gemeinsamen Zeit machen werden? Dass das so schnell ging, hätte ich nicht gedacht. Jetzt bin ich gespannt, wen ich kennenlerne und wie dann der nächste Schritt ist: Sich kennenlernen und rantasten….

Ich freue mich auf die Zeit und werde darüber berichten.

Da die Stifung Anscharhöhe bereits einen Pool aus Freiwilligen hat, bot Frau S. an, sich umzuhören, welches Pflegeheim in Hamburg noch keinen Pool aus Freiwilligen hat, wo Tante Inge sich vorstellen könnte, um noch mehr Menschen das Leben ein bisschen schöner zu machen. Wer also aus Hamburg und Umgebung komt und Lust hat, auch ein Tandem zu bilden – der meldet sich einfach!



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